Mein Training und die sportlichen Anfänge
Mein Training
Mein Training besteht zum Großteil aus Bestandteilen der Leichtathletik, wie zum Beispiel Weitsprung, Hürdenlauf oder Sprint. Dazu kommt einmal pro Woche spezielles Stabhochsprungtraining, dann teste ich verschiedene Stäbe oder übe meinen Anlauf.
Mit jedem Zentimeter, den ich in den vergangenen Jahren gewachsen bin, änderten sich natürlich die Gegebenheiten. Meine Schrittlänge wurde größer, beim Anlauf muss ich weiter hinten stehen. Allerdings trainiere ich relativ wenig mit den harten Wettkampfstäben. Danach bin ich nämlich immer 3 Tage lang völlig kaputt!
Übrigens bin ich vor 4 Jahren Rheinland-Pfalz-Meisterin über 60 Meter Hürden geworden. In der Zukunft möchte ich zum Beispiel bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften neben dem Stabhochsprung auch gerne wieder am Hürdenlauf teilnehmen. Diese Disziplin ist schon eine echte Leidenschaft von mir geworden.
Schule und Wettkampf
Erst seit kurzem habe ich endlich das Abitur in der Tasche. Viele Leute fragen mich immer, wie ich die Schule und den Leistungssport unter einen Hut bringe. Für mich ist das eher ganz einfach, da ich gerne ständig etwas zu tun habe. Langeweile hasse ich. Ich bin lieber am Wochenende völlig fertig vom Training als das ich tageweise zu Hause rumgammeln würde. Habe ich mal einen harten Wettkampf hinter mir, reichen mir zwei Tage der Entspannung völlig. Aber dann muss es auch schon wieder losgehen.
In der Schule mochte ich den Deutschunterricht total gerne. Mir gefällt es zum Beispiel Gedichte zu interpretieren. Auch der Ethikunterricht war ganz gut. Aber am liebsten war mir dann doch der Sport-Leistungskurs. Ich freute mich da immer riesig drauf und wollte auch dort immer gute Resultate erreichen.
Ich hatte sogar, nicht gerade zur Freude meines Vaters, meinen Trainingsplan ein wenig nach dem Schwimmunterricht ausgerichtet. Der Sport-Leistungskurs bestand wöchentlich aus 3 theoretischen und 4 praktischen Stunden. Ein echter Schwachpunkt war -leider- mein Englischkurs. Nach einem gedanklichen Jura-Trip würde ich später liebend gerne Psychologie studieren. Dieses Thema reizt mich schon länger.


Meine Anfänge
Dadurch, dass mein Vater ja schon seit über 10 Jahren Stabhochsprungtrainer ist, war ich natürlich schon von klein auf ständig mit auf dem Sportplatz. Und wenn Klein-Lisa irgendwo einen herrenlosen Stab herumliegen sah, hatte sie natürlich nichts besseres zu tun, als es den Großen aus Papas Trainingsgruppe nachzumachen... Meinen ersten Wettkampf habe ich übrigens bereits mit 11 Jahren absolviert, obwohl mein Vater, der übrigens selbst ein hochtalentierter Stabhochspringer war, aber leider schon mit Anfang 20 wegen hartnäckigen Schulterproblemen mit dem Leistungssport aufhören musste, eher großen Wert darauf legt, dass man im Kindesalter nicht gleich zum Stab greift, sondern zuerst alle nötigen Grundlagen durch Kraft- und Leichtathletiktraining ausbaut. Eine Spezialisierung auf gezieltes Stabhochsprungtraining sollte erst im Alter von 12 Jahren erfolgen. Mein allergrößter Traum war es übrigens, bei der Juniorengala beim Hürdenlauf zu starten. Diese Juniorengala findet in jedem Jahr in Mannheim statt und besitzt einen echten Ausnahmestatus. Das Meeting ist in jedem Jahr absolut hochqualitativ besetzt, die Top-Junioren aus verschiedenen Nationen messen sich in allen leichtathletischen Disziplinen. Für viele Nachwuchsathleten ist es das Sprungbrett in die nationale oder internationale Spitze. Außerdem ist es für die Verbände ein wichtiges Kriterium in Hinblick auf Nominierungen für anstehende U18-, U20- oder U23 Welt- und Europameisterschaften. 2005 hatte ich eine Woche vor der Juniorengala einen wirklich miserablen Wettkampf in Spanien. Ich schaffte einen echten Salto-Nullo, riss also alle 3 Versuche meiner Anfangshöhe. Mir ging es die ganze Woche drauf furchtbar schlecht, schließlich wollte ich mich in Mannheim für die U18-Weltmeisterschaften in Marrakesch qualifizieren. Die ganze Woche lang ging es mir richtig dreckig, ich habe gezittert vor dem Wettkampf - um mich dann doch mit meiner persönlichen Jahresbestleistung von 4,15 m für Marrakesch zu qualifizieren. So gesehen war Mannheim natürlich immer ein gutes Pflaster für mich.
Neben dem Hürdenlauf dient mir auch noch Tennis ein wenig als Ausgleichssport. Eigentlich wollten mich meine Eltern früher immer zum Tennis schicken, aber da Tennis nicht gerade ein billiger Sport ist, wurde nichts daraus. Heute bereue ich das etwas, da ich doch gerne ein bißchen besser spielen möchte. Seit einigen Jahren spiele ich wieder etwas öfter, so richtig mit Tenniskleidchen und allem was dazugehört.

Klein-Lisa im Jahre 1993 - Die ersten Übungsversuche...
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